Giftige Pflanzen

Häufig wissen Eltern kaum noch, welche Pflanzen giftig sind, so daß es immer wieder zu Vergiftungsunfällen kommt.

So befindet sich in manchen Gärten von Familien mit Kindern die Eibe, ein immergrünes Ziergehölz. Am gefährlichsten sind ihre (zerkleinerten) Nadeln und die (zerkauten) Samen ihrer roten Beerenfrüchte, die allerdings äußerst bitter schmecken. Nur geringe Mengen reichen, um bei Kindern schon schwere Vergiftungen auszulösen. Im schlimmsten Fall kann das Gift der Pflanze eine Atemlähmung herbeiführen. Das Fruchtfleisch selbst ist unbedenklich.

Auch der Goldregen, der im Frühling und Frühsommer kräftige gelbe hängende Blüten hat, ist bei Hobby-Gärtnern beliebt. Dabei sind alle Pflanzeteile und vor allem die Schoten mit dem bohnenähnlichen Samen giftig. Familien, die gerne im Gebirge wandern, sollten auch den stark giftigen Fingerhut kennen, seine Blütezeit ist Juni bis Juli.

Bekannter ist die Tollkirsche, die im Juni bis August blüht und im Spätsommer dann die violett-schwarze Beere trägt. Beim Verzehr wird das Gesicht rot, die Pupillen erweitern sich, es kommt zu einer starken Erregung (daher der Name), zu Krämpfen, und durch Atemlähmung kann der Tod eintreten. Sie hat wie die Engelstrompete auch bei einigen Jugendlichen zu Vergiftungen geführt, da diese die Pflanzen als Droge einnahmen – in dem Glauben, dass natürliche Pflanzen weniger gefährlich seien als chemisch hergestellte Rauschmittel. Beide Pflanzen können beängstigende Halluzinationen (Störungen der Wahrnehmung), Panikzustände und Herzrasen auslösen.

Sollte Ihr Kind Pflanzenteile zu sich genommen haben, bleiben Sie ruhig und rufen den Notarzt (112 oder 19222) bzw. den Giftnotruf (030 – 19240) an. Bewahren Sie Reste der Pflanze zur Sicherheit auf.

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